This is my story.

Der Ursprung

Dass ich etwas Kreatives machen will, wusste ich vermutlich schon immer.

Das Nähen habe ich als Kind an der Nähmaschine meiner Oma gelernt.
Angefangen hat alles mit Patchwork-Taschen, die ich damals aus kleinen quadratischen Stoffmustern für Möbelpolsterungen zusammengenäht habe.

Nach dem Abi habe ich dann ein Modedesign-Studium begonnen – und nach drei Semestern wieder abgebrochen. Um ins Marketing zu wechseln, ein duales Studium abzuschließen, einige Jahre in Werbeagenturen zu arbeiten, mich als Texterin selbstständig zu machen und erfolgreich für coole Projekte zu arbeiten.

Naehmaschine_auf_Arbeitsplatz_Moonside

Der Wendepunkt

Moonside Collection habe ich schon 2020 gegründet.
Die Idee kam eigentlich genau am ersten Tag eines neuen Jobs als Projektmanagerin in einer Agentur. Ich saß am Schreibtisch und anstatt mich auf die Aufgaben zu freuen, dachte ich mir: „Das kann’s doch nicht gewesen sein!

Ich konnte mir nicht vorstellen, mein Leben an einen Bildschirm gefesselt zu verbringen.
Ich wollte frei und selbstbestimmt leben.

Also habe ich kurzerhand beschlossen, einen Etsy-Shop zu eröffnen, um Grußkarten und schöne Dinge aus Makramee zu verkaufen, das ich erst neu zu knüpfen gelernt hatte.

Ich weiß noch, wie aufgeregt ich damals war, weil es sich irgendwie so richtig und wie für mich bestimmt angefühlt hat.

Einen Monat später, am Geburtstag meiner Oma, ging der Shop online.
Es lief von Anfang an gut, wie etwas eben läuft, das so sein soll. Ich wurde Profi im Makramee-Knüpfen und Moonside Collection hat sich immer weiterentwickelt, bis es zuletzt ein Upcycling-Label für Jacken im Hippie-Stil wurde.

Ich war erfüllt. Es hat sich richtig angefühlt. Alles, was ich für Moonside gemacht habe, hat mir solche Freude bereitet, als wäre es genau mein Weg.

Und als ich gerade anfing, mit der Marke größer und erfolgreich zu werden, habe ich aufgehört. Eine Pause gemacht.

Boho_Jacke_MoonsideCollection

Die Pause

Mein Leben hatte sich verändert. Ich wollte noch mehr Freiheit, noch unabhängiger leben. Hab mir einen Van gekauft, ihn ausgebaut und war zu dieser Zeit sehr viel unterwegs.

Ich wollte frei sein und nicht an mein Atelier gebunden (das übrigens meinen kompletten Wohnraum beansprucht hat und mir langsam über den Kopf wuchs).

Diese Pause dauerte über 3 Jahre.

Doch während all dieser Zeit hat mir jeder Gedanke an Moonside einen kleinen Stich ins Herz verpasst. Ich wusste, es war noch nicht vorbei und irgendwie sollte ich wieder dorthin zurückfinden.

Und wohl genau zum passenden Zeitpunkt, als die Stimmen immer lauter wurden, hab ich’s einfach gemacht. Bin mit einer neuen Idee wieder an den Start gegangen. Und es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.

Vanausbau_VW_T5_Fred

Und jetzt?

Seit ich wieder angefangen habe, kreativ zu sein, sprudle ich vor Ideen. Bin motiviert und vorfreudig. Ich nutze meine Energie, um etwas zu erschaffen. Konstruktiv statt destruktiv. Bin produktiv, statt nur zu
machen.

Die Sorgen, die mich vorher noch bis spät in die Nacht beschäftigt haben, sind in den Hintergrund getreten und wirken dadurch viel weniger gewichtig. Sind erträglich belanglos geworden.

Und ganz plötzlich fühlt sich mein Leben wieder leichter an, freier. Wieder ein bisschen mehr nach mir. Als wär ich immer da gewesen, hab ich wieder ein Stück weit in mich hineingefunden.

Naeherin_am_Arbeitsplatz_Naehmaschine_Bohostoff

Das ist meine Geschichte. Welche ist deine?